"Drum prüfe, wer sich ewig bindet, 
ob sich das Herz zum Herzen findet."
 
Johann von Schiller


Der Gang vor den Altar zählt vermutlich zu den wichtigsten Entscheidungen im Leben. Gerade in Anbetracht dieser Wichtigkeit sollte die Zukunft einer Ehe geplant und geregelt sein. Es zeigt sich immer wieder, dass fehlende Regelungen oftmals unvorhergesehene, un­ge­wollte Kon­se­quen­zen nach sich ziehen. Ver­schie­den­ste Fragen können auftreten wie zum Beispiel:

 

  • Was geschieht mit meinem alleinigen und unserem beidseitigen Vermögen?
  • Was geschieht im Falle der Trennung?
  • Hafte ich für die Schulden meines Partners?
  • Welche Rechte habe ich im Todesfall meines Partners?


Antworten auf diese Fragen können höchst unterschiedlich ausfallen. Der No­tar arbeitet mit Ihnen gemeinsam eine individuelle Vereinbarung im Willen der Ehepartner aus.


Ehevertrag

Einen Ehevertrag abschließen und die Folgen einer eventuellen Scheidung klä­ren– das klingt ziemlich unromantisch. Allerdings nur auf den ersten Blick! Denn mittlerweile scheitert in Deutschland lei­der fast jede dritte Ehe. Vor dieser Tatsache sollten Eheleute und zukünftige Ehepaare Ihre Augen nicht verschließen, sondern Vorsorge treffen. Denn nur solange eine Scheidung unwahrscheinlich, Emotionen und Gefühle außen vor sind, wird eine vernünftige und ausgewogene Regelung möglich sein. Mit einem Ehe­ver­trag können langwierige und kostspielige gerichtliche Streitigkeiten im Falle der Scheidung vermieden werden. Der Ehe­ver­trag kann sowohl vor als auch nach der Eheschließung abgeschlossen wer­den. Die Aufgabe des Notars ist es, die Ehepartner neutral und überparteilich über die verschiedenen Gestal­tungs­mög­lich­keiten eines Ehevertrags und deren rechtliche Tragweite zu beraten und den Vertrag anschließend aufzusetzen und notariell zu beurkunden.

Der Güterstand

Solange ein Ehepaar keinen Ehevertrag abgeschlossen hat, ist es im Güterstand der Zugewinngemeinschaft verheiratet. Sollte es so zu einer Scheidung kommen bedeutet dies, dass die Ver­mögens­meh­rung beider Eheleute separat ermittelt wird. Nach der Ermittlung des Zugewinns muss derjenige, der den höheren Zu­ge­winn erzielt hat, die Hälfte an den Ehepartner abgeben. Alternativ zur Zu­gewinn­ge­mein­schaft bietet der Ge­setz­ge­ber die Gütertrennung an. Wurde diese vereinbart, erfolgt nach Beendigung der Ehe kein Ausgleich des Vermögens.
Eine modifizierte Zugewinngemeinschaft kombiniert die Vorteile beider Re­ge­lun­gen, da sie interessengerechter ist. Unter Beibehaltung des Güterstandes werden bei einer modifizierten Zu­gewinn­ge­mein­schaft einzelne, von den Ehepartnern bestimmte Vermögensgegenstände dem Zugewinnausgleich entzogen, oder für den Fall der Scheidung ausgeschlossen.

 

Scheidungsfolgevereinbarungen

Bei einer Scheidung haben Eheleute nicht nur mit der persönlichen Belastung der Trennung zu kämpfen, sie müssen sich auch noch mit einer Vielzahl von recht­li­chen Fragen auseinandersetzen. Trotz dieser gravierenden Schwierigkeiten ist es wichtig zu versuchen, seine Emotionen im Griff zu halten und eine Trennung durch einen notariellen Scheidungsfolgevertrag zu erreichen. Dadurch wird die Scheidung schneller und kostengünstiger vollzogen, da das Familiengericht die Ehescheidung in einem schnelleren und kos­ten­gün­sti­ge­ren Verfahren aussprechen kann. Im Rahmen der Scheidungs­folge­verein­ba­rung klärt der Notar Fragen des Zu­gewinn­aus­gleichs, des Unterhalts, des Sorgerechts sowie erbrechtliche Folgen um eine gerechte Vereinbarung Regelung zu finden.